Eine Art der Rente beziehungsweise der Rentenversicherung ist die Sofortrente. Ihr Hauptmerkmal ist dem Namen ausdrücklich zu entnehmen: Sie wird direkt und ohne Gesundheitsprüfung gestattet.
Die Sofortrente ist eine private Rente, dessen Modell folgendermaßen funktioniert: Der Kunde leistet eine bestimmte Zahlung, die so genannte Einmalzahlung, und bekommt ab sofort regelmäßige Rentenzahlungen und zwar lebenslang. Sie ist also für Menschen aller Altergruppen von Interesse.
So kann sowohl ein 20-jähriger Mann, der eine hohe Summe geerbt hat, als auch ein 65-Jähriger, der eine Kapitallebensversicherung ausgezahlt bekommen hat, über eine Einmalzahlung eine Sofortrente bekommen. Mit ansteigendem Alter fällt die monatliche Sofortrente bei gleicher Einzahlungssumme höher aus.
Für wen ist die Sofortrente geeignet?
Sinnvoll ist die Sofortrente für Menschen, die das Rentenalter erreicht haben und ihre Rente erhöhen wollen. Oder für Personen, die in keine andere Rentenversicherung eingezahlt haben. Für sie wäre die Sofortrente das einzige Einkommen im Alter.
Jeder Mensch hat seine eigene Lebenserwartung, die Versicherer richten sich jedoch an die so genannten statistisch ermittelten „Sterbetafeln“. Ein Rentner, der früher stirbt, als die Statistik es ihm „zutraut“, hat mehr für seine lebenslange Sofortrente bezahlt als ein anderer, der die statistische Lebenserwartung übertroffen hat. Das Eintrittsalter wirkt sich deswegen auf die Höhe der zu erwartenden Sofortrente aus.
Welche Garantien bietet die Sofortrente?
Die Sofortrente besteht wie alle Rentenversicherungen aus einem garantierten und einem flexiblen Teil (Überschussbeteiligung), der jährlich neu festgelegt wird und unterschiedlich hoch ausfallen kann. Ein lang lebender Kunde, der die statistische Lebenserwartung übertrifft, kann die unangenehme Überraschung erleben, dass seine „garantierte“ Rente plötzlich schrumpft.
Bei der Sofortrente wird eine zweite Art Garantie offeriert, eine Garantielaufzeit. Gemeint ist die Laufzeit der Sofortrente nach dem Tod des Empfängers. Diese kann je nach Versicherer und Vertrag fünf beziehungsweise zehn Jahre andauern.