Für einen Unternehmer ist es wichtig, dass seine Geschäfte ordnungsgemäß laufen, der privaten Altersvorsorge wird nicht vordergründig große Bedeutung beigemessen. Allerdings genügen schon kleine Beträge, um im Alter nicht ohne ein finanzielles Einkommen dazustehen.
Der gute Vorsatz vorzusorgen besteht, allerdings sollte man sich rechtzeitig bemühen, da die Beitragssätze mit zunehmendem Alter steigen. Auch scheitert man oftmals an der Vielzahl der Angebote und an den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Es ist anzuraten, sich verschiedene Angebote einzuholen, denn sehr schnell ist ein Vertrag abgeschlossen, welcher sich im Nachhinein nicht nur als sehr unvorteilhaft herausstellt, sondern leicht auch einige hundert Euro kosten kann.
Im Vergleich zu Angestellten besitzt ein selbständiger Unternehmer wesentlich mehr Spielraum bezüglich seiner privaten Altersvorsorge. Weiterhin kann er sich entscheiden, ob er die gesetzliche Rentenversicherung wählt oder einen privaten Anbieter bevorzugt.
Man unterscheidet:
- Selbstständige bei denen keine gesetzliche Versicherungspflicht besteht
- Berufsgruppen, wie beispielsweise Handwerksmeister, Erzieher usw. bei denen die gesetzliche Verpflichtung besteht, in die rentenversiherung einzuzahlen
- Berufsgruppen, z. B. Ärzte, die zu einer Mitgliedschaft im berufsständigen Versorgungswerk verpflichtet sind.
Die gesetzliche Rentenversicherung sollte bevorzugen, wer bereits im Zuge eines Angestelltenverhältnisses lange Zeit eingezahlt hat. Des haben sich Anwartschaften angespart, die man nicht ohne weiteres ignorieren sollte. Zudem hat man die Möglichkeit, sich entweder dort freiwillig weiterzuversichern oder einen Antrag auf Pflichtmitgliedschaft zu stellen. Letzteres ist sinnvoll, denn es ist darin eine private Berufunfähigkeitsversicherung enthalten, die einen Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente enthält. Voraussetzung hierfür ist, dass 5 Jahre rückwirkend, vor Eintritt der Invalidität Pflichtbeiträge für 3 Jahre gezahlt wurden. Für junge Selbständige empfiehlt sich eine private Altersvorsorge, da noch keine Rentenanwartschaften bestehen.
Welche Form der privaten Altersvorsorge für das Alter gewählt wird, ist jedem selbst überlassen und sollte der jeweiligen Situation angepasst werden. Es empfiehlt sich allerdings eine Mischung aus Gesetzlicher Rentenversicherung, Rürup-Rente, Immobilien und Aktienfonds.